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Reiseberichte unserer Teilnehmer an den Greif-Laufreisen

Reisebericht Wolfshagen 2012 von Henry Brüchle

10 km Tempolauf ohne Uhr:
Höhepunkt war der Veitstanz vom Meister, als 2 Teilnehmerinnen nach 5 km trinken, bzw. nach 10 km Händchen haltend ins Ziel einlaufen wollten. Ja, da war er wieder unser alter Peter, wie wir ihn von früher her liebten, schätzten und verfluchten. Nicht auszudenken, wenn er die Ladies unterwegs auch noch beim Beerenpflücken ertappt hätte. Vermutlich erfährt er darüber erst durch diesen Bericht. Ansonsten hat sich wieder bestätigt, dass die Schnellsten (Lukas und Robert) ihre Zeiten am besten einschätzen konnten.

Staffellauf:
Die Beerenpflückerinnen verzichteten auf alle Eskapaden und führten ihre Staffeln auf Rang 1 bzw. Rang 3 obwohl sie Lukas und Robert in ihren Teams hatten.

Langer Lauf:
Länge: Eigentlich 35 km, für einige Teilnehmer allerdings 42 km. Das kam so: An einer Stelle mit dem schönen Namen Schnapsplatz übernahm ein gewisser Willi S. die Führung der Gruppe. Der Rest der Gruppe folgte vertrauensvoll gemäß dem Motto, wo ein Willi, da ein Weg. Vermutlich durch den Namen Schnapsplatz angetörnt nahm Willi jedoch eine falsche Abzweigung. Zum Trost für Willi S.: Eine Woche später passierte einem gewissen Peter G. ein ähnliches Missgeschick, Gottseidank mit geringerer Auswirkung. Der Schreiber dieser Zeilen musste nur 1,5 km zusätzlich absolvieren. Lösungsvorschlag: Den Harz flächendeckend mit Wegweisern zu dem kleinen Sportgeschäft in Seesen ausstatten, das würde auch den Umsatz steigern.

Vorträge:

Wie laufe ich erfolgreich Marathon Teil 1
Bei diesem Vortrag war der Meister in seinem ureigenen Element. Informativ, auf neuestem Erkenntnisstand, mit Anekdoten gespickt, bekamen wir die unmittelbare Vorbereitung (zwei Wochen) auf einen Marathon nahegebracht.

Wie laufe ich erfolgreich Marathon Teil 2
Aufgrund einer völlig unerwarteten Terminverschiebung des Vortrags und eines von mir schon gebuchten Massagetermins, hatte ich die Wahl zwischen der sachkundiger Information des Meisters und den sachkundigen Händen einer hübschen Physiotherapeutin. Muss ich es noch sagen? Die Therapeutin hat gewonnen. So werde ich wahrscheinlich meinen Berlin- Marathon wieder in den Sand setzen.

Die anderen Vorträge:
Willkommen bei den Greif Kaffee- und Butterfahrten. "Kaufen Sie, dann laufen Sie." Unter diesem Motto standen die restlichen 3 Vorträge. Die vorgestellten Produkte wurden teils hitzig diskutiert. Eigenartigerweise waren dann die größten Kritiker die besten Kunden. Ja, ja, auch ich wurde bei einem der beworbenen Produkte, deren Namen ich jetzt nicht nennen mag, schwach.

Videoaufnahmen:
Peter hatte mit einem Spezialisten für Superzeitlupenaufnahmen einen Termin vereinbart. Nach einem völlig unerwarteten Organisationschaos (mehrfache Verschiebung von Zeitpunkt bzw. Ort) waren die Aufnahmen endlich im Kasten. Bei einem kurzfristig eingeschobenen Vortrag, bekamen wir dann als Entschädigung unsere Laufstile unter die Nase gerieben, mitsamt Verbesserungsvorschlägen für die Abstellung der gravierendsten Fehler.

Fazit: Wieder nette Leute kennengelernt, alte Läuferfreundschaften aufgefrischt, mich völlig verausgabt (konditionell und finanziell ;-), und juhu: 1 kg abgenommen.

P.S.: Wussten Sie schon, dass Peter Greif außer einem Internetshop auch ein kleinesn Sportgeschäft in Seesen betreibt?

Reisebericht Kizilagac/Türkei 2012 von Henry Brüchle

Vorträge:
Begleitet wurde das Trainingsprogramm durch Vorträge zu den Themen Ernährung (von Dr. Wolfgang Feil), Athletik (von Carsten Olaf Müller) und Marathontaktik (vom großen Meister persönlich). Soweit ich mitbekommen habe gibt es besonders im Bereich Ernährung einiges Neues und Interessantes. Ich möchte an dieser Stelle dem Vortragenden versichern, dass ein gewisser Durchhänger meinerseits nicht am Thema oder der Vortragsweise lag, sondern dem Baraufenthalt des Vorabends geschuldet war.

Körperfettmessung:
Gegen Ende des Urlaubs kam Robert wieder mit der großen Messzange. Anhand von Messungen am Oberarm, Rücken und Bauch und einer obskuren Tabelle bekommt man dann mitgeteilt wie viel man abnehmen sollte.

Hilfe !!!

Die anfangs geschätzten 1 bis 2 Kilo waren doch zu optimistisch. Das wahre katastrophale Ergebnis der Messung sei hier verschwiegen.

Essen:
Anscheinend ist vom Vortrag von Wolfgang doch einiges in mein Unterbewusstsein vorgedrungen. Plötzlich fing ich an das von mir so geliebte, aber nach neuen Erkenntnissen so ungesunde Hühnchenfleisch durch andere, bisher als ungesund geltende Speisen zu ersetzen. Eigenartigerweise wurde mein Essen seit dem Vortrag auch sehr von Zimt und Chili dominiert. Hat Wolfgang etwa über die positiven Wirkungen der beiden Gewürze erzählt? Wie dem auch sei: an den nicht wenigen Tagen, an denen die Zimt und Chilivorräte in den Gewürzständern zu Ende waren, kam ich wieder in den Genuss der unverfälschten Küche. Und siehe da: es schmeckte mir, vielleicht etwas zu gut. Die Folge davon: siehe Kapitel Körperfettmessung. Auch die Vielfalt war zufriedenstellend. Klar nach 2 Wochen hat man schon alles mal durchprobiert und der Hamburger sehnt sich wieder nach seinem Labskaus (ich vermeide jetzt bewusst das Klischee Bayern und Schweinshaxe). Es blieben auch noch die sogenannten Themenrestaurants zur Auswahl. Ich habe nur das türkische probiert. In der Gruppe, die dabei war gingen die Meinungen weit auseinander. Aus Berichten von Leuten, die auch das asiatische Restaurant besuchten, schloss ich, dass nur deutsche Chinesen wirklich gut chinesisch kochen können.

Freizeit:
Natürlich war man nicht gezwungen an allen Veranstaltungen teilzunehmen. Es gibt (Peter möge mir verzeihen) auch ein Leben außerhalb des Laufens. Dazu gehört z. B. der Markt in Manavgat. Wenn man sich von den teils lästig aufdringlichen Verkäufern erholen will setzt man sich einfach in eine Bar am Flussufer und genießt das Leben mit Freunden/innen bei einem frisch gepressten Orangensaft oder einem türkischen Mokka. Ganz Mutige lassen sich in einem der vielen Kuaförläden die Kopfhaare schneiden und die Nasenhaare ausbrennen.

Eine tolle Atmosphäre herrschte auch in Alanya in einem Strassencafe bei strömendem Regen unter einer Markise mit Blick auf Hafen und einem Wolkenloch, das immer größer wurde und das Ende der Sintflut verkündete. Ein Besuch in Alanya lohnt sich übrigens alleine schon wegen der Aussicht von der Burg (das hatte ich zumindest den Mitfahrern versprochen). Allerdings war die Straße zur Burg wegen einer Baustelle gesperrt.

Empfehlen kann ich ebenfalls einen Besuch in einem Hamam (türkisches Bad), allerdings nicht an Tagen mit Tempoläufen.

Fazit
Ich habe meinen Kick für die Laufsaison bekommen, liebe Bekannte aus den Vorjahren wiedergetroffen und neue sehr nette Leute kennengelernt. Sogar meinen persönlichen Holger Meier (eine Kunstfigur von Peter anhand der er gerne falsches Trainingsverhalten und Wettkampfverhalten erklärt) habe ich kennengelernt ;-)

Als langsamer Läufer finde ich es auch immer wieder toll auch von den Schnellen akzeptiert und angefeuert zu werden.

So das war’s. Wer jetzt noch keine Lust auf einen Laufurlaub hat kann sich ja noch die 767 Bilder der Fotogallerie anschauen.

Reisebericht Side-Sorgun/Türkei 2008 von Reinhold Schneider

Ich auf Anraten eines erfahrenen Greifteilnehmers nehme von vorhinein die 25 km in Angriff. Nur, an diesem Tag ist beschissenes Wetter. Die erste Gruppe muss den Bus verlassen, als gerade ein Wolkenbruch herniederprasselt. Aber Läufer sind ja halt im Nehmen. Ich laufe mit der Gruppe 5 eine Viertelstunde später los. Auch bei uns gießt es, wie auch fast während des ganzen Laufes in Strömen.

Ich halte als Leistungsschwächster mit den 6 anderen Läufern (auch 2 Frauen) ganz gut mit steige aber bei km 25 aus. Tretschnass bis auf die Haut ziehe ich mich im Bus um und schlüpfe in trockene Klamotten. Monika hilft bei der Streckenversorgung der nassen Straßenrenner. Die oberen Gruppen veranstalten hier auch übrigens (ähnlich wie bei uns) Ihre kleinen Untereinanderkämpfchen.

Nun geschafft und am nächsten Tag wieder regenerativ und extensiv. Bin aber mittlerweile ganz schon kaputt. Merke ich am Samstag bei der Treppe. Die vorletzte Stufe bringt mich an den Rand der Erschöpfung und die letzte Stufe (2500m) lasse ich aus.

Sonntag hat Monika Geburtstag und ich gönne mir einen Tag Ruhepause. Wir frühstücken an einem vom Hotel geschmückten Geburtstagstisch und machen uns einen schönen Tag in Side.

Am Montag wieder morgens regenerativ und abends die Staffel. Die Staffel wurde folgendermaßen eingeteilt. Der bei den 10 km langsamste durfte zuerst wählen und nahm natürlich den schnellsten Läufer, der zweitlangsamste den zweitschnellsten usw. Es waren 15 Staffeln. Nachdem alle 15 langsamsten die 15 schnellsten als Partner gewählt hatten, wurde der dritte Staffelläufer nach dem gleichen Prinzip dazu gewählt. So waren 15 relativ gleichmäßig besetzte Staffeln zusammengestellt. Es ging wieder um 3€ Startgeld, das die Gewinnerstaffel als Siegprämie bekam. Nun läuft man jetzt nicht für sich, sondern für die Staffelkollegen. Ich kann Euch sagen, es waren die schnellsten 2000m meines Lebens. Bin noch nie so lange am Anschlag gelaufen. War trotzdem toll und hat viel Spaß gemacht. Hat aber trotzdem nichts genützt. Meine Staffel wurde nur 11. Das Preisgeld hat die Siegerstaffel als Busgeld gesponsert, damit der Buspreis von 10€ für die Freitagstour gehalten werden konnte.

Dienstag wieder Trabtag!!! Mittwoch nach Morgenlauf 15 km gegen die Uhr auf der Tempostrecke. Nun merkte ich doch das viele Training, weil ich nach 10 km schon platt war und massig abbaute. Aber wir waren ja nicht zum Vergnügen hier.

Donnerstag nun wieder Regenerativ und Extensivlauf. Wobei ich abends nur verkürzt lief, weil ich am Freitag die 35 km ins Taurusgebirge schaffen wollte.

Freitag 10.15 Uhr Treff am Bus der pünktlich um halb 11 nach Tasagil losfuhr. Ich hatte mich entschlossen, um sicher durchzukommen mit der Gruppe 6 loszulaufen. Nach 5 km sprengte sich die Gruppe. Zwei liefen vorneweg und ich mit zwei Frauen nach. Der Rest der Gruppe 6 blieb nach uns zusammen. Nach 15 km überholte uns die erste nach uns gestartete Gruppe. Da ich mich entschlossen hatte, auf jeden Fall die 35 km auch nach den beschwerlichen zwei Wochen vorher durchzuhalten bin ich als alter Kater bei den zwei Laufkätzchen geblieben und mit Ihnen bis zum Ziel im Schongang durchgelaufen. So konnte ich Landschaft und Leute genießen. Monika half wieder am Bus bei der Getränkeausgabe für die Läufer und Läuferinnen. Es war an diesem Tag im Gegensatz zum letzten Donnerstag gut heiß und jeder Schluck willkommen.

Resümee:
Zwei anstrengende aber tolle Wochen. Die Läufer beim Peter Greif sind ähnlich drauf, wie wir Sonntagsläufer. Sportlicher Ehrgeiz gewappnet mit einem Schuss Menschlichkeit, Toleranz und trotzdem eine lustige Truppe, die immer zu Späßen bereit war. Bei den Mahlzeiten haben wir immer wechselnd an 8er Tischen zusammen gesessen. Abends in der Bar immer noch einen gemeinsamen Dämmerschoppen für die nötige Bettschwere. Das Haus war sehr gut, die Betreuung durch Peter Greif und sein Team exzellent und die ganze Veranstaltung ist sehr empfehlenswert. Sowohl für Läufer, wie auch für begleitende Urlauber.

"Frauenpower" im Trainingsurlaub im Trainingslager Belek/Türkei 2005

Bei Monika hatte sich dies am 2. Tag bereits erledigt - sie fiel im Pinienwald über eine Wurzel und renkte sich die linke Schulter aus. Ein 3-stündiger, abenteuerlicher Gang ins "Medical Center Belek" begann, der mit einer wieder eingerenkten Schulter und einer saftigen Rechnung endete. Gott-sei-Dank war nichts gebrochen und an den letzten drei Trainingseinheiten konnte sie bereits wieder teilnehmen. Immerhin den letzten gemeinsamen langen Lauf von 35 km mit fast 800 Höhenmetern hat sie noch bewältigt, davor haben wir den Hut gezogen.

Erika war von uns dreien die Fleißigste - fast keine Trainingseinheit hat sie ausgelassen - und sich dementsprechend verbessert. Wir sind uns sicher, sie wird ihren ersten Marathon am 24.04.05 in Hamburg unter 4:00 Stunden laufen.

Aber nicht nur Laufen, auch Vorträge und andere Veranstaltungen standen auf dem Programm, z. B. die Fettmessung mit der Fettzange, die zum Ergebnis führte, dass wir alle noch einige Kilo abnehmen "dürfen", sowie Ernährungs- und Gesundheitstipps und ein lebendiger Vortrag von Peter Greif, über das "richtige Marathontraining".

Wir waren aber auch im Urlaub und damit kommt der angenehme Teil der Reise: Suchte man uns, musste man nur nach der größten Runde im Speisesaal oder am Pool Ausschau halten. Wir hatten beim Essen immer einen Tisch in der Sonne und viele nette Leute um uns herum. Gerne wurde auch mal ein Bier oder Wein getrunken, den leckeren Süßspeisen am Buffet konnten wir selten widerstehen (von wegen abnehmen!!) oder es wurde auch mal später, immerhin war die Disco im Hause. Dort konnten wir bei Techno-Musik unsere Muskulatur prima lockern.

Wir Mädels von der TuS-Hornau haben uns prima verstanden, viel trainiert, viel gelacht und Spaß gehabt. Wir wurden - für unsere Verhältnisse - zu "Kilometerfressern", haben trotzdem unsere gute Stimmung und Laune nie verloren. Nach 2 Wochen kamen wir müde, abgekämpft, aber auch ein wenig stolz und glücklich wieder zurück nach Hause.

Berlin, Hamburg - wir kommen!

All das kann uns nicht davon abhalten über eine Wiederholung des Trainings-(Schleif)-Greif-Lagers nachzudenken.

Sabine Renk und Monika Hilkert-Hübner im April 2005

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