Teil 2: Intervalltraining und Pause
Schlüsselwörter: Wiederholungsläufe, Intervalle, Pausen, Mittelstrecke, Laktat, Laktatproduktion, Milchsäurebelastung, Trainingsbelastung, aerob-anaerobe Schwelle

Hallo und guten Tag [Mailanrede2]!

Und dann gibt es bei uns im Verein auch noch einen Spruch, der lautet: "Jetzt Pause bis zur allgemeinen Erschöpfung." Wie kann man Pause bis zur Erschöpfung machen? Gibt es etwa ein Pausen-Paradoxum? Da muss doch etwas dran sein, an dieser Pause?

Eins steht fest: Pause ist nicht gleich Pause. Eine Pause kann man rennend, laufend, trabend, gehend oder auch schlafend gestalten. Ja schlafend auch, die Super-Ultras sollen bei ihren 48-Stundenläufen wohl schon mal ein Nickerchen einlegen.

Diese Art der Pause brauchen wir wohl nicht zu beachten, weil vom Sieger solch eines Laufes meistens berichtet wird, er habe nicht geschlafen. Viel wichtiger scheint die Frage zu sein, in welcher Form und Länge ein Läufer innerhalb einer Serie von Wiederholungsläufen seine Pause gestalten sollte.

Wissenschaftlich ist die Wirkung einer Pause innerhalb eines Lauftrainings so gut wie nicht erforscht. Belegen können die Sportwissenschaftler kaum etwas. Aber die Praktiker, die wissen was!

Wer lange genug im "Geschäft" ist, weiß um die Wirkung und auch die Gefahr einer Pause, hierbei speziell einer zu kurzen. Seit Generationen werden junge Mittelstreckler durch eine zu kurze Pause so lange überfordert, bis sie schließlich und endlich überhaupt kein hohes Tempo mehr laufen können, auch nicht im Wettkampf.

Die Gefahr einer zu kurzen Pause liegt in der Kumulation des Laktats (Laktat ist das Salz der Milchsäure) während anaerober Belastungen in der Zelle und im Blut. Eine ständige "Überproduktion" von Laktat an zu vielen Tagen in der Woche, erkennt der Körper als Krankheit und unterbricht schließlich den Regelkreis, der diese Laktatproduktion zulässt. Ist diese Regulierung aber nicht mehr intakt, kann der Betroffene auch nicht mehr schnell laufen, sein Stoffwechsel brennt sinnbildlich auf Sparflamme.

Aber dennoch sind solche intensiven Belastungen nötig. Einmal pro Woche verabreicht, stellt eine intensive anaerobe Belastung mit einer hohen Laktatproduktion eine Leistungsdroge für den Organismus dar.

Wobei natürlich nicht zu vergessen ist, dass ein Mittelstreckler eine höhere Dosis benötigt, als ein Marathoner. Weitere ein- bis zweimal Schwellentraining im niedrigen bis mittleren Laktatniveau wirken Wunder in Hinsicht auf die Leistungsstärke.

Aber wehe den wilden Buben und Mädels (auch den älteren!!), die meinen jeden oder auch jeden zweiten Tag um die Bahn "knallen" zu müssen. Deren Aussage nach Wettkämpfen ist allen bekannt: "War nicht mein Tag heute!"

Was diese Laktatgefahr nun mit den Pausen zu tun hat, soll folgendes Beispiel wieder anhand der 5 x 1000 m zeigen. Das schnellste Tempo, in welchem die km Abschnitte gelaufen werden können, geht in die Nähe des 3000 m Renntempo (1. Form). Ein Athlet, der also eine Zeit von 9:00 laufen kann, absolviert die 2,5 Runden in 3:00 - 3:05 min. Dazu muss er sich ganz gewaltig anstrengen und eine ziemlich hohe Milchsäurebelastung in Kauf nehmen.

Diese Bürde kann er auch ganz genau spüren, denn solch eine Form der Trainingsbelastung bereitet ziemliche Schmerzen. Nach Beendigung des Tempostücks kann man in seinem Blut vielleicht 6 mmol Laktat messen. Alle Laktatwerte sind nicht allgemeingültig, sondern nur Einzelbeispiele).

Macht er jetzt eine kurze Trabpause von 400 m, so hat er unter Umständen 2 mmol Laktat abgebaut. So liegt sein Milchsäuregehalt bei Beginn des 2. Tempostücks, demnach bei 4 Laktatmaßeinheiten.

Jetzt wird er in der Regel schon ein wenig langsamer, kann die angestrebte Intensität nicht mehr halten, der erwartete Trainingseffekt wird nicht erreicht. Dennoch hat er am Ende der zweiten 1000 m wohl schon ca. 10 mmol im Blut. Ist er nun ein begabter Mittelstreckler, dann kann er bei gleichem Verhalten noch einen dritten Lauf absolvieren, der aber meist noch langsamer wird.

Nun aber hängt auch er, wie sein Kollege Langstreckler, über der Barriere und schimpft auf die Hitze, Wind und den guten Pflaumenkuchen seiner Oma, von dem er zwangsweise 5 Stücke noch eine Stunde vor dem Training zugeführt bekommen habe. Den vierten Lauf geht er unter diesen Bedingungen schon gar nicht mehr an.

Kaum jemand ist hart genug, nun eine längere Trabpause von 1 - 2 km einzulegen, dass gebildete Laktat zu eliminieren und danach die restlichen Läufe zu absolvieren. Es sei denn, da steht ein Trainer, der den Athleten mit "Druck" dazu bringt, seine Serie zu Ende zu laufen: "Wenn ich sage 400 m Pause, dann meine ich auch 400 m."

Der Betroffene quält sich langsam und total übersäuert um die Bahn, Psyche und Zelle nehmen Schaden. Er hätte dann vielleicht schon 14 mmol im Blut und das ist schon ein absoluter Wettkampfwert. Bei den meisten von uns Freizeitlangstrecklern ist aber schon bei 10 mmol der "Ofen aus". Wir sind im exakten Sinn des Wortes sauer.

Ganz anders sieht es hingegen aus, wenn die Trabpause z.B. 1000 m lang ist, dann wird unser guter Läufer so in etwa 4 mmol abbauen und startet mit dem erträglichen Gehalt von 2 Maßeinheiten.

Er kommt dann mit einem ständig leicht steigenden Laktatgehalt gut an das Ende seiner Serie. Zwar wird auch er am Schluss des Trainings einen hohen Laktatgehalt im Blut haben, aber das ist durchaus erwünscht.

Dieser Läufer hat in seinem Organismus den Reiz gelegt, Laktat rasch abzubauen, unter einer moderaten Übersäuerung schnell laufen zu können und die aerob-anaerobe Schwelle anzuheben. Nebenbei hat er auch noch durch das hohe Tempo seine koordinativen Fähigkeiten verbessert. Alles zusammen ist genau das, was er wollte.

Weiter in Teil 3 am 29.08.17.



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Vitamin C wird geehrt

Am 13.07.2017 kam sie heraus. Die Sonder-Briefmarke Deutschland. Thema Vitamin C. Eine farblich wunderschöne, 40-fach Vergrößerung von Vitamin C-Kristallen.

Natürlich ging es hier um das schöne Bild. Nicht um den Inhalt. Wie uns der begleitende Text verrät:

„Vitamin C gilt als Alleskönner in Sachen der Gesundheit. Man sagt ihm nach… der Chemiker Linus Pauling vertrat die Ansicht, dass hohe Vitamin C – Dosen vor Krebs schützen. Seine These gilt heute als wiederlegt. Vitamin C ist kein Allheilmittel…“

Diese Anmerkungen halte ich für sehr wichtig. Weil sie die allgemein akzeptierte Meinung in Deutschland (auf der Welt) zementiert. Die Sache mit Vitamin C ist gelaufen.

Könnten wir uns zurücklehnen. Na gut. Wenn wir nicht die News vom 08.07.2016 kennen würden mit Lit.-Angaben von der segensreichen Wirkung von Vitamin C zum Beispiel gegen Viren wie Polio oder HIV.

Wenn wir nicht den eindeutigen, experimentellen Beweis der NIH, also der höchsten medizinischen Instanz dieser Welt hätten, dass Vitamin C in Zellkulturen gesunde Zellen in Ruhe lässt, Krebszellen abtötet. Das so elektrisierende Bild noch einmal anbei:

Es gibt keinen klareren, eindeutigeren Beweis in der Medizin. Hier wird etwas nicht an Tieren oder Menschen ausprobiert, also an Systemen, die niemals korrekt überschaubar sind. Da ist der eine Raucher, der andere nicht. Da ist der eine dick, der andere nicht, da nimmt der eine die Tablette, der andere nicht. Sondern an Zellkulturen.

Ein übersichtliches, eindeutiges beschriebenes Modell. Und jeder kann sehen, auch Sie, auch die DGE, auch Ihr Onkologe, dass Krebszellen durch Vitamin C in der richtigen Dosis abgetötet werden.

Die richtige Dosis? Auch darüber wissen wir selbstverständlich genau Bescheid. Wir wissen, wie man diese Dosis im menschlichen Körper durch Infusion erreichen kann.

Dann müsste das Thema Krebs doch erledigt sein, fragen Sie mich zu Recht. Ja freilich, antworte ich Ihnen, wenn man die Verhältnisse in der Zellkultur präzise auf den Krebskranken Menschen übertragen würde.

Tut man aber nicht.

Schon mal nachgedacht? Betonung liegt auf gedacht. Die Zellkulturen wurden nicht am Montag für zwei Stunden mit Vitamin C behandelt, am Donnerstag noch einmal, und dann nächste Woche wieder. Da wäre der Krebs wohl längst schon wieder nachgewachsen. Auch in der Kultur.

Sondern die Kulturen wurden kontinuierlich dem Gift Vitamin C ausgesetzt. Und genau das tut man bei Menschen eben nicht.

Wie lange bleibt eine Vitamin C – Infusion im Körper? Wie viele Stunden? Nur ein paar. Und gewöhnlich werden ja drei Mal die Woche Vitamin C- Infusionen gegeben. Beim Krebspatienten.

Da lacht der Krebs. Der sich mit unheimlicher Energie als Zelle teilt und vergrößert. Den müsste man schon

kontinuierlich,

also ununterbrochen für … ich weiß nicht wie viele … Wochen beschießen. Dann hat man die Situation in der Zellkultur imitiert. Aber eben erst dann.

Deswegen war der neue Ansatz (News vom 11.05.2017), beschrieben bei Harald Krebs in seinem Buch Vitamin C – Hochdosistherapie, so sympathisch. Da wird zumindest täglich Vitamin C gegeben. Ein kleines Schrittchen in der richtigen Richtung.

ADHS-Behandlung auch bei Erwachsenen

...nimmt zu, lese ich auf n-tv am 19.07.2017, 14:25 h. Die letzten zwei Worte waren die eigentliche Nachricht. Hab ich lächeln müssen. Weil mir soeben eine Erwachsene von ihrem persönlichen Erlebnis mit ADHS berichtet hatte.

Zwischenbemerkung: Sie erinnern sich? Dass inzwischen mehr und mehr Lehrer dazu übergehen, Ritalin zu schlucken? Ein Aufputschmittel? Ein Amphetamin? Weshalb wohl. Nun ja:

  • Das Zeug wirkt.
  • Wie sehr, gucken die sich bei ihren Schülern ab.

Zurück zur heutigen mail-Schreiberin. Die hatte sich bei mir ihr Blut untersuchen lassen. Magnesium 0,71. Für mich eine Katastrophe.

  • Erinnern Sie sich? Normal 0,7 bis 1,1. Jedes Hundertstel zählt.
  • Tatsächlich normal (Framingham Studie) über 0,9.
  • Meine „Krankheiten“ verschwanden bei Magnesium über 1,0. Mein jetziger Wert 1,07 mmol/l.

Die Dame hatte also 0,71. Bei 0,6 habe ich Psychosen gesehen. Da denkt man sich seinen Teil. Jedenfalls weiß man aus der Literatur, dass Magnesium ADHS zum Verschwinden bringt (nicht: ADHS ist Magnesium-Mangel. So nicht). Also hab ich es ihr verschrieben. Und bekam folgende mail:

„Vor etwa 12 Jahren wurde bei mir ADS diagnostiziert bei einem speziellen Facharzt. Habe dann ca. 2,5 Jahre Ritalin genommen. Hatte mir damals sehr geholfen, war auf einmal wach und konzentriert, hatte mehr Antrieb und Energie, anstehende Aufgaben hatte ich nicht mehr als unbezwingbaren Berg gesehen sondern konnte die Bearbeitung gedanklich vorwegnehmen und dadurch auch bewältigen.

Das Leben war leichter und letztlich bin ich dadurch auch selbstbewusster geworden und hab das eine oder andere in Angriff genommen.

Die Einnahme hatte natürlich Nebenwirkungen (starke Unruhe und inneres Getriebensein) und ich hatte auch schon immer und habe immer noch eine tiefe Abneigung gegen Pillen.

Hier lesen Sie von einer Praktikerin, dass und wie Ritalin wirkt. Lesen aber auch über die unvermeidbaren Nebenwirkungen. Ein Schüler, ein 9-jähriger der „starke Unruhe und inneres Getriebensein“ an den Tag legt? Das ist dann normal? Bin mir nicht sicher, ob der das mag.

Zur Überschrift: Weshalb ADHS-Behandlung auch bei Erwachsenen zunimmt? Weil der tiefe Magnesium-Spiegel in Deutschland zunimmt. Und weshalb? Magnesium ist das Salz der inneren Ruhe. Wenn man es hat. Verschwindet recht schnell aus dem Blut, wie jeder von Ihnen leicht feststellen kann, wenn Sie eben keine innere Ruhe haben.

Wenn Sie Stress haben. Todesfall in der Familie, Unfall Ihres Kindes, Scheidung etc. Messen Sie dann doch einmal Ihren Serum-Magnesium-Spiegel.

Das Unangenehme daran: Der Verbrauch an Magnesium verstärkt die Symptome. Die Unrast, Unruhe, Unzufriedenheit, Getriebenheit, die Sie bei tiefen Magnesium verspüren. Ein Teufelskreis. Dabei so einfach zu durchbrechen.

Persönliche Anmerkung: Wenn man es weiß. Bin mir wohl bewusst, dass ich sehr häufig „g´scheit daher rede“. Als ob ich alles wüsste. Tu ich natürlich nicht. Ich lerne. Ich lerne täglich. 30 Jahre lang hatte ich Migräne. Ich wusste eben nichts von Magnesium. Kannte nur jedes beliebige Schmerzmittel.

Was wäre ich dankbar gewesen, damals einen Kollegen zu finden, der aufgrund von jahrzehntelangem Studium wissenschaftlicher Arbeiten mir Medizin so praktisch, so komprimiert beigebracht hätte, wie ich das hier und heute in den News mit Ihnen versuche.

Tiefstapler

Gibt es unter meinen Patienten sehr, sehr häufig. Menschen also, die sich ihre Beschwerden nicht anmerken lassen, auch nicht darüber sprechen, sondern „nur mal die Blutwerte überprüfen“ lassen wollen.

Und dann erschrecke ich regelmäßig. So hat sich der mir ja nicht vorgestellt. Da fehlt es ja an allen Ecken und Enden. Der kann sich doch gar nicht wohlfühlen.

Nicht die Tatsachen zählen (meine Zahlen) sondern unsere Meinung über die Tatsachen (die Art und Weise, wie wir mit unseren Molesten umgehen). Unvergesslich der junge Mann im Muscle-Shirt, kurzer Hose, Rucksack. Morgens früh um 6:35 Uhr. Hat die Praxis verlassen um 7:05 mit den Worten:

„Die Behandlung hier ist super:
So sieht Zukunftsmedizin aus.“

Merkwürdig. Hab ich bisher von keinem Patienten gehört. Wie kommt der zu dieser Meinung? Zu diesem Bild?

Andererseits: Zukunftsmedizin. Stimmt. Wir betreiben Zukunftsmedizin. Wir erfassen mit unserer Methode (Molekularmedizin) die Mehrzahl der störenden Zustände (ob Migräne oder Krebs) und geben Anleitung zur Besserung, oft zur Heilung, ganz besonders aber zur Verhinderung, damit Ihnen das Gleiche nicht noch ein zweites Mal passiert (z. B. der Herzinfarkt).

Zukunftsmedizin.

So typisch sein Anliegen. „Er fühle sich wohl. Er treibe Sport. Er sei nur neugierig.“

Die Fakten sahen anderes aus.

  • Tiefes Eiweiß.
  • Kampf mit EB-Virus.
  • Katastrophales Aminogramm.

Also hab ich ihm geschrieben:

    „Sie sahen mir sehr fit und gesund aus. Ein guter Eindruck. Ich versuche mir vorzustellen, was passiert, wenn Sie all diese schwächenden Faktoren beseitigt haben…“

Nennt man positives Umdeuten. Warum soll ich auf dem fürchterlichen Aminogramm (Bild wie Burn-out) herumreiten, wenn er sich (angeblich!) gar nicht so fühlt? Guck ich lieber gemeinsam mit ihm nach oben, öffne die Wolkendecke und zeig ihm den blauen Himmel darüber.

Übrigens ein wunderschönes Bild, das auch in meinem Leben eine zentrale Rolle spielt. Denn der blaue Himmel… ist immer da. Schon einmal aufgefallen? Sie brauchen ja nur einmal mit dem Flugzeug zu starten.

Dann WISSEN Sie. Kleiner Unterschied zu glauben oder hoffen. Der blaue Himmel ist wirklich immer da.

Mit 80 bisde tot

Ein sicher millionenfach ausgesprochener und beweisbar richtiger Satz. Die Zahl 80 hat sich bei den meisten von uns da oben eingenistet. Bei 100 lächeln wir uns ungläubig an, bei 80 nicken wir mit dem Kopf. Entspricht unserem Bild.

Kann Werner Dutschke nur lächeln. Ein Ur-Viech. Wie ich darauf komme? Weil er mir soeben schreibt:

„… dafür, dass Sie einen Anteil an meinem Erfolg beim Challenge in Roth haben. Ich war der einige Starter in der Altersklasse 80 und wurde gefeiert. Ich lese seit Jahren die News von Ihnen und versuche danach zu leben. Es gelingt zwar nicht zu 100%, aber etwas hat sicher dazu beigetragen, meine Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu erhalten.“

Ein Ironman. Hat soeben in Roth gefinished. Mit 79 Jahren der älteste von 3400 Teilnehmern.

Mir immer so wichtig: Nach ihm kamen noch zwei ins Ziel. Darunter ein 20-jähriger. Ich glaube, der junge Mann wird noch lange von diesem Erlebnis träumen.

Dutschke hat 1984 mit dem ersten Triathlon in der DDR begonnen. War schon immer Läufer. 38 mal den Rennsteiglauf, falls Ihnen das etwas sagt. Mir schon. Das Wort raune ich nur, es läuft mir schaurig schön den Rücken hinunter. Ein Volksfest.

An seiner Seite seit 53 Jahren seine Frau. Das scheint ein bewährtes Prinzip zu sein. Bei allen Übernachtungen im Zelt. Auch so ein Prinzip. Hält jung. Dennoch seine Frau etwas kritisch (kenn ich. Erzählen Sie MIR nichts!)

„Nach 30km sah er ganz schön alt aus.“

Hm. Ich dachte, 79 Jahre seien alt. Hab mich offenbar getäuscht. „Ganz schön alt“ soll ja wohl heißen: so wie er mit 110 Jahren aussehen wird.

Sehen Sie, solche Scherze können Urviecher machen. Menschen, die unsere medizinischen Lehrbücher ad absurdum führen. Lehrbücher, die ja am sitzenden Menschen entworfen wurden.

Die nicht wissen, dass auch ein 79-jähriger 3,8km schwimmen (versuchen Sie´s mal, eingeschlossen der Schlägerei dabei), 180km radfahren (nun ja), dann aber noch 42,2km Marathon laufen kann.

Dutschke widerlegt sie alle, die Lehrbücher der Medizin. Mit ihm natürlich Millionen auf dieser Welt. Die werden bloß nicht gefragt. Dutschke muss wach im Gehirn sein. Er liest und informiert sich unablässig.

Dutschke muss ein stabiles Nervenkostüm haben. Er verträgt sogar meine News. Kompliment! Ich verneige mich, Werner!

Das Leben

spielt anders. Hat andere Regeln, als der kluge Mensch, insbesondere Sozialpsychologen sich das ausdenken.

Wie das gemeint ist? Lesen Sie noch einmal News vom 06.07.2017 zum Thema Fairness. Haben Sie den Punkt verstanden? Nicht Sie selbst entscheiden über fair oder unfair, sondern, wenn Sie so wollen, bestimmte Moleküle in Ihrem Gehirn. In dem Fall Tyrosin, also Noradrenalin. Der innere Antrieb.
Menschen mir mehr innerem Antrieb nehmen Unfairness eher hin und …. arbeiten weiter. In meiner persönlichen Gedankenwelt – welche andere sollte ich auch schon kennen? Das gilt auch für Sie! – steht dahinter ein Grundgedanke.

  • Fairness. Schöner Traum. Wer hat den erfunden? Wo in der Natur gibt es Fairness?
  • Gilt auch für Gerechtigkeit. Schöner Traum. Ergänzen Sie den Satz selbst.

Schreibt mir einer zur News über „Fairness“ und erweitert dies um den Begriff „Neid“. Weil die Geschichte so einleuchtend ist, gebe ich sie kurz wieder.

Es gab eine Umfrage, in der sich die Befragten zwischen einem durchschnittlichen und einem weit überdurchschnittlichen Gehalt entscheiden sollten. Der Haken dabei war, dass das Gehalt an den Wohnort Nachbarschaft gekoppelt war.

  • beim überdurchschnittlichen Gehalt zieht man in eine Nachbarschaft mit noch besser Verdienenden
  • das Durchschnittsgehalt gibt es in einer Nachbarschaft mit unterdurchschnittlich Verdienenden.

Ergebnis? Na, was denken Sie. Das gleiche wie die Probanden: Die große Mehrheit bevorzugt das Durchschnittsgehalt.

Finde ich ausgesprochen vernünftig und klug. So schützt man seine Seele. Freilich möchte man mehr Geld verdienen, aber um sich herum noch viel Reichere in noch dickerem Auto und noch schönerem Haus sehn? Tag für Tag? Da bleib ich lieber bei meinesgleichen. Wie gesagt: Schützt die Seele.

Der Einsender dieser mail wörtlich

„Ich sehe hier die vermeintliche Fairness und den „besseren Menschen“ in einer anderen Fragestellung enttarnt, hier gibt es vermeintlich nur unfair oder unfair. Neid und „besserer Mensch“ passen allerdings nicht wirklich zusammen….

Da hat er Recht. Nur: Das sagt sich so leicht. Ich habe im Gegensatz zu wohl jedem von Ihnen inzwischen 45 Jahre praktisch täglich mit knapp 500 000 Menschen gesprochen. Kürzer oder länger. Und kann inzwischen zwischen Behauptung und Tatsachen unterscheiden. Beispiel?

  • Angeblich würden 72% aller Ärzte Chemotherapie bei sich selbst ablehnen.

Was für ein Unfug. Stimmt selbstverständlich nicht. Lassen sie die Ärzte erst mal Krebs bekommen. Dann entscheiden die ganz, ganz anders. Wetten?

  • So ist das mit diesen sozialpsychologischen Studien: Da wird überdurchschnittlicher und durchschnittlicher Gehalt konstruiert. Und gefragt. Die Menschen antworten vernünftig.
  • Natürlich blühender Unfug. Lasst die Menschen mal präzise in die Situation kommen: Die Antwort wird anders ausfallen. Wetten?

Der Hintergrund für meine Skepsis. Ich bin ein sehr, sehr kritischer Mensch. Glaube fast gar nichts. Auch wenn ich Ihnen schon aus pädagogischen Gründen ein möglichst positives Bild z.B. von der Medizin zu malen versuche. Kenne aber den Unterschied zwischen Wunsch und Realität.

  • Da plaudern Sie mit mir ewig über Ihre Vorhaben, sich ab sofort genetisch korrekt zu ernähren und sich einen völlig neuen Körper zu schaffen.
  • Und ich lächle innerlich: Wer darüber redet, tut´s nicht. Nicht gewusst?
  • Wer´s wirklich tut, hat längst damit begonnen und hält den Mund.

Bitte verzeihen Sie mir. Dieser harsch wirkende Ton hat selbstverständlich schon wieder einen pädagogischen Hintergrund.

Eisen – Infusionen

Wenn laut Hamburger Universitäts-Ambulanz alle (!) 13-14 jährigen Jugendlichen in Deutschland an Eisenmangel leiden (Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Lustlosigkeit) dann erwarte ich auch bei den Erwachsenen ab und zu das gleiche Phänomen. Einen tiefen Eisenspeicher.

Das war soeben ein kleiner Scherz. Nicht ab und zu. Sondern fast in der Regel. Besonders übrigens bei Sportlern. Darüber haben Sie genug hier lesen können.

Mehr und mehr geh ich dazu über, keine Kapseln und Tabletten mehr zu verschreiben. Eisen ist schwer verträglich. Mir persönlich wird davon übel, bekomme Magenschmerzen, muss mich erbrechen. Möchte ich meinen Patienten nicht antun. Also rate ich, Eisen zu spritzen oder zu infundieren.

Und dann beginnt das Problem.

Tagtäglich bekomme ich Anrufe, in denen beklagt wird, dass kein Arzt diese Aufgabe übernehmen möchte. Versteh ich sogar. Jede Spritze, jede Infusion trägt Gefahren in sich. Was weiß man denn vorher von Überempfindlichkeiten, von allergischen Reaktionen, vom Schock usw. also hält man sich zurück.

Zitiert habe ich in den News, „Eisen - ein Überblick“ vom 11.06.2016 Prof. Dr. H. Link,

der genau wie die Fachgesellschaften ausdrücklich dazu rät, Eisen in die Vene zu spritzen und nicht zu schlucken. Ersteres sei dem Zweiten weit überlegen. Und mehr Nebenwirkungen gäbe es nicht. Meint Prof. Dr. H. Link.

Nützt nix. Grade zitiert wieder eine Patientin ihre Internistin: „Eisenspritzen sind lebensgefährlich, hier gibt es Schockzustände, das Ganze sei nicht beherrschbar“. Erinnert mich. Erinnert mich gar sehr an Peter Greif, den berühmten Marathontrainer. Haben Sie seinen Brief noch im Ohr?

„…kam mir die Erinnerung an Dr. Urs Vögeli, einem Stammkunden, der schon seit Jahren mit uns die Trainingsurlaube fährt. Er berichtete, dass in der Schweiz, seinem Heimatland, Eisenmangel sofort mit dem Medikament Ferinjekt behoben wird.

Und da ich auch früher schon keine optimalen Eisenwerte hatte, wandte ich mich an meinen Hausarzt und bat um eine Infusion Ferinjekt. Dieser Kannte das Medikament nicht und lehnte es dann ab, nachdem er sich informiert hatte. Seine Aussage: „Viel zu gefährlich, wegen zu großer Nebenwirkungen.“

Im nächsten Trainingsurlaub konfrontierte ich Urs mit den Aussagen meines Hausarztes. Der lachte mich aus und sagte: „Wir haben bei uns in der Praxis weit mehr als 1000 Infusionen verabreicht und nicht ein einziges Mal kam es zu besonderen Nebenwirkungen und genauso nicht zu allergischen Reaktionen.“

Sagt der Praktiker. Alles eine Frage der Ausbildung. Sagen wir es mal ganz persönlich:

Ich bin als junger Mann eben nicht ins Kino gegangen und nicht ins Theater und nicht in die Kneipe und nicht zum Fußballspiel, sondern ich habe jahrelang nachts als Pfleger auf der chirurgischen Intensiv-Station gearbeitet.

So erlernt der Arzt sein Handwerkszeug. Praktisch jedes Medikament konnte ich auswendig, Spritzen, Infusionen, Beatmungsgeräte, Defibrillatoren,…Tagesgeschäft. Katheter schieben…mit großem Vergnügen usw.

Will sagen: Mich schreckt in der Praxis nichts. Ich hab es hinter mir. Ich habe es gelernt.

Das war soeben versteckte, höfliche Grundkritik an manchen Kollegen. Dieser Dr. Vögeli aus der Schweiz ist offenbar auch so einer. Der lernt erst mal (mühsam), kennt sich dann aus und kann praktisch arbeiten: Weit mehr als 1000 Eisen - Infusionen ohne Zwischenfälle.

Quelle: News vom 17.10.2014

Myome

Finden sich gelegentlich in der Gebärmutter. Sind gutartige Geschwulste der Gebärmuttermuskulatur. Wenn sie nicht zu groß werden (faustgroß), drücken, Schmerzen bereiten, wartet man ab. Man glaubt, dass neben den Genen (wo eigentlich nicht?) auch Hormone für die Entstehung mitverantwortlich sind. Wenn also die Pille schon sehr früh genommen wird. Oder später, in der Menopause, bei der Hormon-Ersatztherapie. Also immer dann, wenn der Mensch der Natur, dem Patienten „helfen“ will.

Auch die Pille ist sehr wohl eine Hilfe. Selbstverständlich habe ich eine eigene ärztliche Meinung dazu, äußere mich aber sehr vorsichtig. Schließlich schlucken Frauen die Pille ja nicht „zum Vergnügen“. Meistens jedenfalls.

Zurück: Das Unangenehme an Myomen, von denen man auch mehrere in der Gebärmutter finden kann, ist ihre Blutungsneigung. Die Frauen verlieren ständig ein bisschen Blut. Kaum merkbar. Es resultiert der tiefe Eisenspeicher Ferritin.

Mit all seinen Folgen: Blässe, Blutarmut, Müdigkeit, Leistungsschwäche und so weiter. Wann immer eine Frau ein tiefes Ferritin aufweist und es nicht nach einer Behandlung behoben, also aufgefüllt werden kann, denke ich an Myome.

Beruhigend: Laut Lehrbuch entarten die Geschwulste nur in 2 - 3%. Wären wir wieder bei dem Begriff Statistik. Ich hatte ja sehr deutlich darüber geschrieben. Was nützt Ihnen dieses „nur 2 – 3%“, wenn Sie es sind? Würden Sie sich als ganz seltenes menschliches Exemplar, ein 2%-Exemplar bezeichnen? Was für eine falsche, krumme Denkweise.

Im Sprechzimmer gilt immer 1:1. 50% zu 50%. Entweder es betrifft Sie, oder es betrifft Sie nicht. Ein bisschen mehr Klarheit, bitte.

Also werden Myome oft genug operiert. Bei starkem Blutverlust befürworte ich das ausdrücklich. Wenn da nicht…

Ja, wenn da nicht… so Briefe von Ihnen wären. Erinnern Sie sich?

  • Eine Patientin, deren Myom nach Omega 3 verschwand. Ich kann solch einen Brief ja nicht hinwegdiskutieren. Die Patientin lebt, hat es erlebt, und weiß.
  • Das gleiche Phänomen gibt es ja bei Dickdarmpolypen, die unter Omega 3 verschwinden (News vom 08.07.2010) wenngleich die anderes Gewebe sind.
  • Und dann der Brief von der Patientin, deren Myome unter no carb verschwanden. Einfach so. Nicht mehr da waren. Sie haben´s gelesen (News vom 30.04.2009).

Daran musste ich denken, als mir soeben eine Patientin im Halbsatz das gleiche berichtete. Die wollte sich Myome entfernen lassen. Eines war 5cm groß, störte.

Fünf Wochen vor der Operation hat sie aus völlig anderen Gründen low carb begonnen. Nun ja, die wollte sich stabil und stark machen. Löblich. Prompt findet der Operateur am Tag vor der Operation per Ultraschall eine

Verkleinerung des 5cm-Myomes
auf nur noch 2cm.

Kann man nicht übersehen. Der hat sich sehr gewundert. Die Patientin nicht. Die wusste ja, was sie getan hat. Hätte es irgendetwas gebracht, wenn sie das dem Operateur erzählt hätte?

Natürlich nicht. Der hätte lächelnd überlegen den Kopf geschüttelt und etwas von Zufall, oder anfänglicher „Fehlmessung“ gemurmelt.

Dabei war er Zeuge einer Wunderheilung. Schon wieder einmal.

Was haben wir gelernt? Der Mensch denkt (sich etwas aus), die Natur handelt (weiß es besser).

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