Ein ausgewogener Endocannabinoid-Spiegel mit ausreichend hohen Mengen unseres Glücksmoleküls Anandamid kann ein Gefühl des Wohlbefindens und emotionaler Stabilität fördern, ähnlich wie auch ein ausgeglichenes Neurotransmittersystem mit hohen Spiegeln an Serotonin, Dopamin und Oxytocin zu einer positiven Grundstimmung beiträgt.
Wir wissen seit Professor Mechoulams Entdeckungen, dass wir nicht nur die Neurotransmitter für ein natürliches „High-Gefühl“ benötigen, sondern auch andere Moleküle, wie das Glücksmolekül Anandamid, das wir bestenfalls selbst herstellen.
Was ist aber nun, wenn Anandamid eben nicht ausreichend gebildet wird und Sie von
geplagt werden?
In den letzten News habe ich schon geschrieben, dass Sie nicht kiffen oder unbedingt zu einem CBD-Öl greifen müssen, um Ihr System durch exogene Substanzen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das Rezept zur effektiven Eigensynthese von Anandamid erhalten Sie am Ende dieser News.
Zunächst möchte ich aber auf die vielfach noch unbekannten Wirkungen von CBD-Öl eingehen. Diese Substanz ist nach meiner Erfahrung eine gute Unterstützung bei allen akuten und auch chronischen psychiatrischen Störungen. Es hat sich besonders als „Erste-Hilfe-Mittel“ in psychischen Ausnahmesituationen bewährt. Es enthält die nicht süchtig machende Substanz CBD (Cannabidiol) aus der Hanfpflanze. CBD-Öl wirkt schnell und kann auch nur bei Bedarf eingenommen werden.
Es ist in Deutschland in unterschiedlichen Intensitäten erhältlich. In der Regel ist CBD in Hanfsamen-Öl oder MCT-Öl gemischt. Für eine angstlösende Wirkung empfehle ich dreimal täglich drei Tropfen einer 20 %- oder 30 %-Lösung auf die Mundschleimhaut zu geben und diese einige Minuten im Mund zu belassen. Das Öl schmeckt sehr bitter, was vielleicht zunächst gewöhnungsbedürftig ist. Die Wirkung setzt recht schnell ein, meist innerhalb von 45 Minuten. Es wirkt besonders gut auch in akuten Stresssituationen, wie eine Studie mit Brustkrebspatientinnen gezeigt hat, die vor MRT- und CT-Diagnostik mit CBD-Öl behandelt wurden.
Unser Endocannabinoid-System reguliert bei Verwendung von CBD-Öl unter anderem die Ausschüttung von Serotonin, indem CBD mit Serotoninrezeptoren, insbesondere dem 5-HT1A-Rezeptor, reagiert. Diese Rezeptoren spielen eine zentrale Rolle bei der Regulierung von Stimmung, Angst und Stress. Die Aktivierung dieser Rezeptoren durch CBD-Öl kann daher eine beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung entfalten.CBD kann zudem die Verfügbarkeit von L-Tryptophan im Gehirn erhöhen. Wie Sie wissen, ist L-Tryptophan eine etwas „schwierige“ Aminosäure, die nicht nur häufig im Mangel ist, sondern oft auch nur mit gewissen Schwierigkeiten die Blut-Hirn-Schranke überquert. Durch eine bessere Verfügbarkeit von L-Tryptophan im Gehirn wird daher die Serotoninproduktion gefördert.
Jetzt aber zum Rezept für die Eigensynthese des Glücksmoleküls Anandamid:
Es ist sehr simpel und wissenschaftlich fundiert:
Sie sehen, liebe Leserin, lieber Leser, all das, was Sie ohnehin für Ihre Gesundheit tun (sollten), wirkt sich auch auf Ihre Glücksmolekül-Synthese positiv aus.
Ihr Körper kann alles allein herstellen und benötigt eigentlich keine Substanzen von außen für ein „High-Gefühl“.
Quellen:
Devane WA, Hanus L, Breuer A, Pertwee RG, Stevenson LA, Griffin G, Gibson D, Mandelbaum A, Etinger A, Mechoulam R. Isolation and structure of a brain constituent that binds to the cannabinoid receptor. Science. 1992 Dec 18;258(5090):1946-9. doi: 10.1126/science.1470919. PMID: 1470919.
Watson JE, Kim JS, Das A. Emerging class of omega-3 fatty acid endocannabinoids & their derivatives. Prostaglandins Other Lipid Mediat. 2019 Aug;143:106337. doi: 10.1016/j.prostaglandins.2019.106337. Epub 2019 May 11. PMID: 31085370; PMCID: PMC6685292.
Aguiar DD, Gonzaga ACR, Teófilo ALH, Miranda FA, Perez AC, Duarte IDG, Romero TRL. Curcumin induces peripheral antinociception by opioidergic and cannabinoidergic mechanism: Pharmacological evidence. Life Sci. 2022 Mar 15;293:120279. doi: 10.1016/j.lfs.2021.120279. Epub 2022 Jan 12. PMID: 35032552.
Über die Autorin:
"Kyra Kauffmann, Jahrgang 1971, Mutter zweier kleiner Söhne, Volkswirtin, seit 20 Jahren niedergelassene Heilpraktikerin, Buchautorin, Dozentin, Journalistin und seit 3 Jahren begeisterte Medizinstudentin.
Zur Medizin kam ich durch meine eigene schwere Erkrankung mit Anfang 30, bei der mir seinerzeit kein Arzt wirklich helfen konnte. („Ihre Werte sind alle super – es ist alles rein psychisch!“). Hilfe bekam ich von Heilpraktikern, die zunächst einmal eine wirklich gründliche Labordiagnostik durchgeführt haben, ganz nach dem Vorbild von Dr. Ulrich Strunz. Es war eine neue Welt, die sich mir eröffnete und die Erkenntnisse, haben mich sofort fasziniert (ohnehin bin ich ein Zahlen-Daten-Fakten-Fan und habe nicht umsonst das Studium der VWL gewählt). Die Begeisterung war so groß, dass ich meinen alten Beruf an den Nagel hängte und Heilpraktikerin wurde. Meine Praxis führe ich seit 20 Jahren mit großer Begeisterung und bin – natürlich - auf Labordiagnostik spezialisiert und kann so oft vielen Symptomen auf den Grund gehen. In 2 Jahren hoffentlich dann auch als Ärztin.
Dazu mal was Lustiges. Originalton Strunz, der Listige 1995. Listig genug, Sie nicht schon wieder zu ermahnen, sondern Sie bildlich beim Unterbewusstsein zu packen. Gefühle zu verändern. Damit Sie beim nächsten Bier oder Schnaps… aber hören Sie einfach mal zu:
TRINKEN SIE LEBEN!
Alkohol ist mit Leben nicht vereinbar.
Ich bin doch immer nach Griechenland gefahren als Student. Da bin ich mit dem VW durch Jugoslawien. Da hab ich Benzin getankt - weiß ich noch heute. Tanksäulen mit 75 Oktan.
Weiß ich noch heute. Fahren Sie doch mal mit Ihrem Daimler da durch und dann haben Sie kein Benzin mehr. Keinen Tropfen. Sie müssen tanken und da steht 75 Oktan und Sie wissen, Ihr Daimler braucht 95; 97 Oktan.
Der is hin! Der Motor geht kaputt mit diesem Benzin!
Sie müssen aber tanken. Wissen Sie was Sie machen?
Sie kriegen Herzkrämpfe, Sie kriegen Magenschmerzen.
Dann werfen Sie sich aufschluchzend über die Kühlerhaube Ihres Autos, streicheln den alten Kameraden und sagen: „Jetzt wirst Du umgebracht, alter Freund. Jetzt musst Du diesen Müll hier tanken.“
Sie selbst nehmen den Marillenschnaps, den reinen Tod, nach dem Essen schwups in sich hinein. Sind ja bloß Sie. Wohl bekomm´s.
Das ist der Unterschied zwischen dem Auto und Ihnen. Beim Auto kriegen Sie Herzkrämpfe vor dem Tod, aber Sie hauen das Zeug rein.
… und glauben wirklich, Sie könnten Ihre karge Rente noch genießen. Auf Mallorca. Tja, Pustekuchen.
So viel zum Marillenschnaps.
Eine der sieben heiligen Sätze der Huna lautet, wie Sie wissen: „there are no limits“.
Für Ihren gesunden, rationalen Verstand schlichte Dummheit. Eine Unmöglichkeit. Tja. Gemach, gemach …
Falls man bekannte, akzeptierte Grenzen überschreiten könnte, hieße das in der Medizin doch wohl „WUNDERHEILUNG“. Ein Begriff, den ein seriöser Arzt lieber nicht „anfassen sollte“ …
So, so. immer mehr drängt sich mir im reiferen Alter der Buchtitel „Wunderheilungen“ auf. Und ohne Weiteres könnte ich sofort 200 Seiten mit dokumentierten Wunderheilungen füllen.
Noch einmal: gemeint sind Heilungen, die nicht möglich sind. Im Allgemein-Verständnis der Medizin. Der Universitäten. Der Medizinprofessoren. Der Fachärzte.
Zum Besseren Verständnis dessen, was ich meine beziehe ich mich auf ein Brieflein von vor fünfzehn Jahren. Da gab es ein armes Menschlein, 20 Jahre alt, Student, der litt. Der also viele, viele Ärzte und Kliniken ausgesucht hat und … immer noch leidet. Weshalb leidet? Weil er sich in den Grenzen, also den „limits“ der etablierten Medizin bewegt hat. Gelitten hat er an:
Sie können sich einfühlen. Da leidet man. Allein schon Neurodermitis … als mitleidender Vater bin ich hier Spezialist: furchtbar, glauben Sie mir!
Der junge Student ist aus den „limits“ ausgebrochen. Der hat gelernt, dass „limits“ etwas sehr Subjektives ist, zum Beispiel die völlig falschen Lehren der Schulmedizin. Freilich: wenn Sie deutsche Universitätsmedizin akzeptieren, dann gibts limits. Dann sind Sie eben unheilbar, dann müssen Sie eben sterben. Sehen Sie, deswegen mag ich die Huna-Philosophie so sehr.
Der junge Mann ist ausgebrochen. Aus den limits. Was hat er getan?
Und dann gab´s kein Halten mehr. Zusammen mit seinem Freund
„… leben wir mittlerweile kohlenhydratfrei. Welch Wunder, wir leben ja immer noch. Erstaunt mussten wir jedoch feststellen, dass der Muskel scheinbar noch leistungsfähiger wird. Ergänzend dazu, entgegen der landläufigen Auffassung, hochdosierte Vitamin-Präparate … das Wort Krankheit kennen wir nicht mehr.“
There are limits? Liebe Schulmedizin? Pustekuchen. Hier ist DER BEWEIS, der einzig wahre Beweis, nämlich persönliches Erleben, dass
„THERE ARE NO LIMITS“.
Junge Akademiker denken weiter. Und schreiben doch tatsächlich hin, sie wüssten jetzt, was „der Weg von der Ameise zum Adler sei“. Und fügen eine ganz hinterlistige Bemerkung an:
Die Umstellung sei ja gar keine Diät, das sei eine Lebenseinstellung.
Wissen Sie was das heißt? Entweder Sie tun´s täglich, das ganze Jahr, Ihr ganzes Leben, oder … Sie lassen besser die Finger davon. Von der Frohmedizin.
Diesen Newsbeitrag finden Sie auch auf www.drstrunz.de.
Ich hatte in den letzten Monaten häufig über das Thema LDL wie auch Gesamtcholesterin geschrieben und dass vor allem LDL kein guter Vorhersagewert für eine koronare Herzerkrankung ist. Auf der Suche nach einem einfachen Wert, den man am besten auch zu Hause messen kann, bin ich auf den Blutzuckerwert aufmerksam geworden. Und zwar nicht nur morgens nüchtern gemessen, denn da kann der Wert noch sehr lange als normal erscheinen, sondern zwei Stunden nach einer Mahlzeit, so wie es die Forscher um James O’Keefe gemessen haben. Schauen wir uns einige interessante Ergebnisse aus der Studie an:
Was wir hier sehen, ist die Auswirkung auf unsere Gefäße in Abhängigkeit vom Blutzuckerspiegel, den man zwei Stunden nach einer Mahlzeit misst. Wenn Ihr Blutzucker zwei Stunden nach einer Mahlzeit noch zwischen 124 und 140 mg/dl liegt, so haben Sie ein 58 Prozent höheres Sterberisiko. Und das liegt, wie man an der Grafik sieht, mit daran, dass man sich seine Gefäße verletzt durch die hohen Blutzuckerspitzen. Denn was die Forscher auch gemessen haben, ist der oxidative Stress nach diesem Glukosetest:
Und hier sieht man ebenfalls einen linearen Zusammenhang zwischen dem im Körper ausgelösten oxidativen Stress und der Höhe des Blutzuckerspiegels.
Diese Ergebnisse kommen natürlich nicht überraschend, da man diese Auswirkungen eben auch an meinem Lieblingsblutwert Insulin erkennt. Denn was genau bedeutet es, wenn der Blutzucker nach zwei Stunden noch mit 140 mg/dl erhöht im Blut gemessen wird? Es bedeutet, dass Ihr Körper nicht mehr so gut auf Insulin reagiert und wenn man Insulin in diesem Moment mit messen würde (der sogenannte Kraft-Test), dann würde man sicherlich sehen, dass der Insulinwert exorbitant hoch ist im Vergleich zu Personen, die nach zwei Stunden einen normalen Blutzuckerwert haben.
In der Studie werden dann auch noch verschiedene Tipps gegeben, wie man die Blutzuckerspitzen abmildern kann und einige dieser Tipps hatte ich Ihnen vor zwei Jahren in einer News vorgestellt (https://www.strunz.com/news/ein-kleidchen-fuer-die-kohlenhydrate.html). In der Studie wird sehr anschaulich der Effekt von Apfelessig dargestellt, den man vor der Mahlzeit zu sich nimmt:
Wie man sehr schön sieht, steigt der Blutzuckerspiegel deutlich weniger an, wenn man vorweg eine kleine Menge Apfelessig getrunken hat. Ich würde aber generell dazu raten, die Menge an Kohlenhydraten an seinen Körper anzupassen, so dass erst gar nicht hohe Blutzuckerspitzen entstehen.Zum Abschluss ein kleiner Blick in meine Werte, da ich nun seit zwei Jahren wieder ca. 100 bis 120 Gramm Kohlenhydraten am Tag zu mir nehme. Zwei Stunden nach dem Frühstück mit 40 Gramm Kohlenhydraten vom Hafersauerteigbrot liegt mein Blutzuckerwert weit unter 100 mg/dl. Und das ganz ohne Apfelessig.
Quelle: Dietary Strategies for Improving Post-Prandial Glucose, Lipids, Inflammation, and Cardiovascular Health, James H. O’Keefe et al., 2008, DOI: 10.1016/j.jacc.2007.10.016
Über den Autor:
“Robert Krug beschäftigt sich seit 2016 intensiv mit dem Thema Gesundheit und Ernährung im Hinblick auf die Biochemie des Menschen. Seit 2019 veröffentlicht Robert Krug Bücher zu den Themen genetisch korrekte Ernährung und zur ganzheitlichen Betrachtung des Menschen. Doch lassen wir ihn selbst einmal zu Wort kommen, wie er seinen Weg zur Biochemie gefunden hat:
"Ich liebe es, Probleme zu lösen. Das wird mit ein Grund dafür gewesen sein, dass ich 1994 Wirtschaftsinformatik studiert und warum ich leidenschaftlich gern Software programmiert habe. Mein Weg zur ganzheitlichen Medizin erfolgte aus der Not heraus, da ich in 2016 selbst erkrankte und von der Schulmedizin leider keine Hilfe bekam. So fing ich an, mich Stück für Stück mit meinen Problemen zu beschäftigen und zu lesen, um den Problemen auf den Grund zu gehen. Also das gleiche Vorgehen wie bei der Arbeit. Das war sozusagen der Start für mein inzwischen leidenschaftliches Interesse an der Biochemie und somit der Start meiner Reise." ”
Hast du dich schon einmal gefragt, ob es schlimm ist, wenn du kurz frierst? Wenn du bei kaltem Wetter oder Regen draußen spielst oder wenn du im Schwimmbad im Wasser frierst?
Das ist überhaupt nicht schlimm, es ist sogar richtig gut für deinen Körper!
Wenn du ein bisschen frierst, passiert etwas Tolles in deinem Körper. Dein Körper wird clever und stärker. Er lernt, sich besser vor Krankheiten zu schützen. Es ist wie ein Training für deinen Körper.
So wie du beim Fußballspielen immer besser wirst, je öfter du trainierst, so wird dein Körper immer stärker, wenn er kurz friert. Er lernt, sich schneller aufzuwärmen und besser mit Kälte umzugehen. Auch das Immunsystem wird gestärkt.
Das Immunsystem in deinem Körper ist wie eine Armee, die gegen Krankheiten kämpft. Also gegen Bakterien oder Viren, die Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen auslösen, oder gegen Eindringlinge, die Durchfall verursachen. Wenn du kurz frierst, wird diese Armee wachsamer und stärker und du bekommst seltener eine Erkältung oder Durchfall.
Natürlich darfst du nicht zu lange frieren. Aber wenn du beim Spielen im Freien oder im Schwimmbad kurz frierst, macht das deinen Körper fit und stark.
Es ist wichtig zu wissen, dass es einen Unterschied zwischen kurzem Frieren und längerem Auskühlen gibt. Kurzes Frieren ist gut, aber zu langes Frieren ist nicht gesund. Deshalb ist es wichtig, sich nach dem Schwimmen oder Spielen im Freien warm anzuziehen oder abzutrocknen, um schnell wieder warm zu werden. Denn wenn du zu lange frierst, kann genau das Gegenteil passieren und du erkältest dich.
Dein Körper ist schlau und weiß, was er tut. Er zittert, um dich aufzuwärmen, und deine Haut wird vielleicht etwas blass. Das sind alles Anzeichen dafür, dass dein Körper hart arbeitet, um dich wieder aufzuwärmen.
Hab also keine Angst davor, ein bisschen zu frieren! Das macht dich stark und gesund. Aber denk immer daran: Nach dem Frieren kommt das Aufwärmen, und das ist genauso wichtig!
Über die Autorin:
"Dr. Kristina Jacoby arbeitet seit 2014 Dr. U. Strunz bei der Erstellung seiner Bücher zu. Besonders fasziniert ist sie von den physiologischen Abläufen im Organismus sowie den Möglichkeiten diese mit Lebensstilveränderungen positiv zu beeinflussen.
Physiologie und Genetik waren ihre Schwerpunkte in ihrem Biologie-Studium, welches sie 2002 abschloss. Von 2004 bis 2010 studierte und promovierte sie an der Deutschen Sporthochschule Köln. Seit 2008 beschäftigt sie sich intensiv mit Meditation und praktiziert täglich.
Das sagt sie selbst zu Ihrer Tätigkeit:
„Jede Krankheit basiert auf Schieflagen im Organismus, die man aufspüren und verändern kann. Davon bin ich überzeugt. Mittlerweile gibt es etliche wissenschaftliche Veröffentlichungen, die das bestätigen. Leider ist das Wissen noch nicht in den Arztpraxen angekommen. Daher möchte ich dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen von diesen Möglichkeiten der Heilung erfahren und in die Lage versetzt werden, sie umzusetzen.“"
Es ist eines der Trendthemen der letzten Jahre: Der Darm. Wie Sie wissen, benötigt der Mensch den Darm zur Nährstoffverwertung. Er ist wie eine Schleuse durch unseren Körper, um die Nahrung bestmöglich zu verwerten. Neben dieser Aufgabe hat der gesamte Verdauungstrakt einen entscheidenden Einfluss auf unser Immunsystem, unsere Energieversorgung, Regeneration und Leistungsfähigkeit. Das macht dieses Organssystem auch für den Leistungssport interessant.
Bei intensiver Belastung wird der Darm geschädigt. Aufgrund der Umverteilung des Blutes in das Herz, die Lunge und die Muskulatur kommt es zu einer Minderdurchblutung, die die Darmbarriere, die eine Art Schutzschild ist, schwächt und lokale Entzündungsreaktionen auslöst. Grund dafür sind reaktive Sauerstoffspezies, die die Verbindungspunkte der Darmzellen schädigen. Das sind hochreaktive Moleküle, die als Nebenprodukte ganz natürlicherweise in unserem Zellstoffwechsel entstehen. Übermäßige Mengen aktivieren im Darm Enzymsysteme, die unmittelbar diese Verbindungspunkte zersetzen. So können Verdauungsbeschwerden, Autoimmunerkrankungen, Hautprobleme oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten entstehen. Auch Angst, Depressionen und verminderter Appetit werden damit in Verbindung gebracht. Durch das nun bereits entzündete Milieu der Darmschleimhaut kommt das empfindliche Gleichgewicht des Mikrobioms durcheinander und bestimmte Bakteriengattungen breiten sich vermehrt aus, was auch in Zusammenhang mit Stimmungsveränderungen, Verdauungsbeschwerden und Leistungsabfall steht. Die, durch hochintensives Training freigesetzten Stresshormone, sind für einen Heilungsprozess kontraproduktiv. Es ist also kein Wunder, dass viele Sportler mit Magen-Darm-Beschwerden zu kämpfen haben.
Aber natürlich kann man diesen Effekten etwas entgegensetzen und, als hätten Sie es bereits erahnt, kommt es darauf an, was auf den Teller kommt. Doch hier landen bei Sportlern viel zu oft die, gegen das Energiedefizit reingestopften, stärkehaltigen Kohlenhydrate wie Nudeln, Weißbrot und Reis. Diese machen Sinn im Zusammenhang mit Wettkämpfen, weil sie als ballaststoffarm gelten und mit fettarmen Beilagen eine schnelle Magenentleerung fördern, was wiederum zu einer ausreichenden Durchblutung des Darmes führt. Diese Produkte können auch zwischen eng getakteten Trainingseinheiten eine Option sein, sollten jedoch im Tagesverlauf nicht die Hauptenergiequelle bilden.
Ein Sportler sollte demnach für einen gesunden Darm auf ballaststoffreiche und pro- bzw. präbiotisch wirksame Lebensmittel Wert legen und diese mit Omega-3 haltigen Produkten ergänzen. Überlegen Sie mal, ob bei Ihnen ausreichend Vollkornprodukte, (Hülsen-)Früchte, Gemüse, Joghurt, Sauerkraut oder Kimchi, Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Fisch oder Olivenöl auf den Tisch kommt. Ohne diese Basis helfen Ihnen auf Dauer auch keine, in Tablettenform angereichten, Mikroorganismen.
Ausprobieren lohnt sich – nicht nur wegen der positiven Effekte auf den Körper, sondern auch, weil es sich morgens als Produkt in ganz neuer Form bemerkbar macht. In diesem Sinne, einen guten Start in den Donnerstag!
Quelle: Clark, A., Mach, N. Exercise-induced stress behavior, gut-microbiota-brain axis and diet: a systematic review for athletes. J Int Soc Sports Nutr 13, 43 (2016). https://doi.org/10.1186/s12970-016-0155-6
Über den Autor:
“Justus Mörstedt widmete sich bis zu seinem 14. Lebensjahr in seiner Freizeit dem Triathlon, bevor er sich endgültig auf sein Lieblingselement, das Wasser, fokussierte und Finswimmer wurde. Seit 2019 ist er Sportsoldat und studiert und trainiert im Leistungszentrum Leipzig.
Doch lassen wir ihn selbst zu Wort kommen: „Hier lebe ich meinen Traum: Leistungssport und Medizinstudium. Mich fasziniert es, das neu Erlernte im Sportleralltag in die Praxis umzusetzen und somit den oft trockenen Inhalten ein wenig Leben einzuhauchen.“
Diese Kombination macht sich bezahlt: im Juli 2024 wurde er zweifach Weltmeister. Über 200m Streckentauchen hält er den Europarekord. Falls Sie neugierig geworden sind, was Finswimming ist, sehen Sie sich in den News um, oder werfen eine beliebige Suchmaschine an!
Forever young wurde ihm mit seinem Einstieg in den Profisport sozusagen „in die Wiege gelegt“. Sein Trainer sagte immer: „Wer hier mitmachen will, muss mindestens ein Strunz-Buch gelesen haben.“ Zu Wettkämpfen verteilte er den Sportlern immer Vitamineral 32. Mit den Jahren in Leipzig hat sich in seinem 23 Jahre jungem Kopf so einiges zusammengesammelt, was er gerne mit Sportlerkollegen unter anderem hier in den News teilt. Dabei unterstützen wir als forever young ihn als Sponsor."
„Zur Vitamin-D-Bildung ist keine Extra-Portion Sonne nötig."
„Es genügt nach derzeitigen Erkenntnissen, Gesicht, Hände und Arme unbedeckt und ohne Sonnenschutz zwei- bis dreimal pro Woche der Hälfte der minimalen sonnenbrandwirksamen UV-Dosis, 0,5 MED (siehe auch ‚Akute Schädigungen der Haut‘), auszusetzen, also der Hälfte der Zeit, in der man sonst ungeschützt einen Sonnenbrand bekommen würde. Beispielsweise bedeutet dies für Menschen mit Hauttyp II bei einem UV-Index von 7 rein rechnerisch eine Bestrahlungszeit von nur ca. 12 Minuten.“
Es ist das Ende des Winters und ich messe wie jedes Jahr um diese Zeit in meiner Praxis Tiefstände an Vitamin D3 im Blut meiner Patienten. Auch bei Patienten, die eigentlich länger wissen, dass die Vitamin-D-Gabe in unseren Breitengraden zumindest im Winter tägliche Pflicht sein sollte oder für die allermeisten sogar das gesamte Jahr über zur Gesundheitsprophylaxe gehören sollte.
Offizielle Aussagen wie diese im Auftrag des Bundesumweltministeriums sind schlichtweg falsch und verwirren viele Menschen.
Ich möchte dies zum Anlass nehmen, jetzt - zu Beginn der sonnenreichen Monate - einfach die wichtigsten Fakten zur Vitamin D über die Haut zusammenzutragen.
Mit anderen Worten: Wer in den Sommermonaten täglich möglichst wenig bekleidet, ohne Sonnencreme, mehrere Stunden in der Mittagssonne verbringt und unter 40 Jahren alt ist, hat zumindest die theoretische Chance, seinen Vitamin D-Bedarf von April bis September ohne Supplemente durch Eigensynthese zu decken. Ich denke da an Berufsgruppen, wie Landschaftsgärtner, Bademeister und Winzer. Für alle anderen gilt: Vitamin D-Prophylaxe muss das gesamte Jahr hindurch gewährleistet sein.
Quellen:
https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/wirkung/akut/vitamin-d.html
Holick MF, Smith E, Pincus S. Skin as the site of vitamin D synthesis and target tissue for 1,25-dihydroxyvitamin D3. Use of calcitriol (1,25-dihydroxyvitamin D3) for treatment of psoriasis. Arch Dermatol. 1987 Dec;123(12):1677-1683a. PMID: 2825606.
Uçar N, Holick MF. Illuminating the Connection: Cutaneous Vitamin D3 Synthesis and Its Role in Skin Cancer Prevention. Nutrients. 2025 Jan 22;17(3):386. doi: 10.3390/nu17030386. PMID: 39940244; PMCID: PMC11821240.
Über die Autorin:
"Kyra Kauffmann, Jahrgang 1971, Mutter zweier kleiner Söhne, Volkswirtin, seit 20 Jahren niedergelassene Heilpraktikerin, Buchautorin, Dozentin, Journalistin und seit 3 Jahren begeisterte Medizinstudentin.
Zur Medizin kam ich durch meine eigene schwere Erkrankung mit Anfang 30, bei der mir seinerzeit kein Arzt wirklich helfen konnte. („Ihre Werte sind alle super – es ist alles rein psychisch!“). Hilfe bekam ich von Heilpraktikern, die zunächst einmal eine wirklich gründliche Labordiagnostik durchgeführt haben, ganz nach dem Vorbild von Dr. Ulrich Strunz. Es war eine neue Welt, die sich mir eröffnete und die Erkenntnisse, haben mich sofort fasziniert (ohnehin bin ich ein Zahlen-Daten-Fakten-Fan und habe nicht umsonst das Studium der VWL gewählt). Die Begeisterung war so groß, dass ich meinen alten Beruf an den Nagel hängte und Heilpraktikerin wurde. Meine Praxis führe ich seit 20 Jahren mit großer Begeisterung und bin – natürlich - auf Labordiagnostik spezialisiert und kann so oft vielen Symptomen auf den Grund gehen. In 2 Jahren hoffentlich dann auch als Ärztin.